Wenn es dunkel wird…

Ja, wenn es dunkel wird, packt man doch eigentlich seine Fotosachen zusammen und zieht Richtung Heimat. Mir war aber danach wieder einmal auszuprobieren, wie weit ich mit der normalen Technik komme. Also nichts weiter wie Kamera und Objektiv, kein Stativ, kein Blitz.

Lange Belichtungszeiten kann man so ja eigentlich auch gleichsetzen mit Wackelbildern, wenn kein Stativ dabei ist – ich wollte es dann doch probieren. Hauptsächliche Einstellungen waren AV und TV – die Automatik blieb außen vor. Besonders reizvoll, es war recht windig und somit viel Bewegung auf dem Wasser des Bodensee. Die Sonne brachte beim Untergehen auch noch ein paar Strahlen und die Wolken waren auch recht passabel.

Das kam dann heraus:

IMGP7534 die Lichter der Sturmwarnung geben ein wärmendes Licht

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IMGP7544 na ja, die Lampe war doch zu hell

IMGP7548 hier war ich doch überrascht, denn es war eigentlich schon dunkel und trotz Freihandaufnahme nicht sonderlich unscharf

IMGP7552 zum Glück kam gerade kein Zug 😉

IMGP7555 jetzt wird es doch kritisch, denn hier musste ich schon ganz schön lange ruhig halten

IMGP7458 der Säntis im Abendrot

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Traditionen am See

Heute mal wieder etwas aus dem Bereich Kultur – letztes Wochenende fand in Nonnenhorn das Schäfflerfest statt. Was ist das? Wusste ich auch nicht, also informieren!

Der Schäfflertanz ist ein auf das Pestjahr 1517 zurückgehender Tanz. Mit ihm wollten Münchner Schäfflergesellen nach 7 Jahren Pest die verschüchterte Bevölkerung wieder aus den Häusern locken. Der bayerische Herzog Wilhelm IV. ordnete darauf an, dass der Tanz auch in Zukunft von den Schäfflern aufgeführt werden sollte. Ab 1830 verbreitete sich dieser Brauch durch wandernde Schäfflergesellen außerhalb München, die diesen Brauch nun in verschiedene Ort in den altbayerischen Raum trugen.

Seit 1846 wird der Schäfflertanz alle 7 Jahre in Nonnenhorn präsentiert. Natürlich gehören dazu die entsprechende Tracht und spezielle Figuren, die getanzt werden – Schlingtour, mittlere und große Krone, Pavillon, Gartenlaube, Schnecke, Kettentour – alles nach strengen Regeln und angeleitet durch einen “tonangebenden” Tänzer mit Flagge. Dieser gibt jede Wendung, jeden Wechsel mit einer kleinen Flagge bekannt. Auf der einen Seite wirkt dieser Tanz recht steif, was eben der Tradition geschuldet ist, andererseits eine interessante Art des Tanzens.

Neben einigen Tausend Zuschauern natürlich die Ehrengäste – Bürgermeister der angrenzenden Orte, Abgeordnete und Sponsoren (incl. Schöheitspapst Prof. Dr.Dr. Mang aus Lindau nebst Gattin). Sogar das Wetter hielt sich zurück und wartete mit dem Regen. 😉

IMGP7165 das Vorausfahrzeug beim Einmarsch durch den Ort

IMGP7172 die Bühne stand im Wasser, also suchte man sich seinen Platz direkt am Ufer

IMGP7181 natürlich darf die begleitende Musik nicht fehlen

IMGP7190 allen voran die TraditionsfahneIMGP7191 IMGP7194

IMGP7210IMGP7398 ein zugehöriges Fass des zu trinkenden aktuellen Müller-Thurgau-Weins

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Und so werden die Figuren gebildet/ getanzt…

 

IMGP7332 natürlich per Extratribüne anwesend – die Ehrengäste 😀

Aber wenn ich ehrlich bin…meine Musikrichtung wird es wohl eher nicht. Es war trotzdem interessant.

Brasilien – die nächste Einstellung

Nachdem ich das Thema ein wenig habe ruhen lassen, kommt heute wieder einmal ein wenig dazu.

Die Tierwelt Brasiliens ist nun einmal sehr vielfältig. Gerade, wenn man auch noch die Fotografie als Hobby betreibt, entwickelt sich eine Art “Jagdtrieb”. Man möchte vieles sehen und im Bild festhalten. Und wenn man dann dabei ist, spürt man auch schnell die Grenzen des Machbaren. Mal sind es die Lichtverhältnisse, mal reicht das Zoom nicht aus, dann wieder sind die Speicherkarten zu langsam, um Schnellschüsse in Massen zu bannen. Was bleibt? Man nimmt das Mögliche und macht daraus das Machbare. 😉

Eine dieser Situationen war dann, als ich Kolibris fotografieren wollte. Zum einen muss man sie entdecken, dann gerade die Kamera schussbereit haben. Man muss sich vorstellen, sie huschen zwischen dem Grün hin und her, dabei entsteht ein seltsamer Ton – so eine Art brummendes Surren. Das sind ihre schnell schlagenden Flügel. Ab und an halten sie plötzlich mitten im Flug an und verharren in der Luft. Na klar, jetzt erwische ich ihn! Nix da, weg ist er schon wieder. Ihr glaubt gar nicht, wie viele Bilder ich nun habe, wo mal ein Kopf, mal ein Schwanz und dann wieder einmal gar nichts mehr zu sehen sind.

Aber irgendwie habe ich dann doch einige brauchbare Fotos bekommen.

Natürlich hätte ich auch Kolibris an künstlichen “Futterstellen” fotografieren können. Das sind dann mit Zuckerwasser gefüllte Flaschen, die aufgehängt werden. Aber so etwas macht dann doch keinen richtigen Spaß. Lieber sind mir dann ein paar verpfuschte Bilder und dafür das Erlebnis, die Vögel in ihrer natürlichen Umgebung erlebt zu haben.

Und falls jemanden das technische interessiert: Pentax K-x, Tamron 28-300, ISO 800 und 1/250sec, f6,3 😉

es geht ins Wochenende

Freitag, der letzte Arbeitstag und dann rein ins Wochenende! Langsam passiert wieder etwas am See, noch nicht saisongemäß, also auf jeden Fall ruhiger ablaufend. Beginnt erst die Saison, dann heißt es nur noch, sich durch die Massen kämpfen oder…einen etwas größeren Bogen um das Ufergebiet zu machen. Somit kann man jetzt noch die Gegend als solche genießen…

IMGP7143 Straße zum See – ohne Autos und Massen von Fahrradfahrern , die es dann schaffen werden, dass es ziemlich hektisch wird – schade eigentlich.

 

IMGP7153 hier werden dann Menschenmassen geduldig auf das An- und Ablegen der Schiffe warten.

IMGP7156die Pilze habe ich auch gerade entdeckt – die werden aber sicher kaum gesucht werden 😉 Sind die überhaupt essbar?

In der Hoffnung, dass es nicht allzu nass wird, wünsche ich Euch ein schönes und vor allem erholsames Wochenende.

Heute braucht man bunte Eier

Warum? Na weil man die weißen bestimmt nicht finden wird…es schneit!

IMGP7129 Als ich gerade aus dem Fenster sah, geplant hatte ich eine Radtour, da wusste ich, dass mein Plan nicht aufgeht. Der Schnee wird heute noch eine ganze Weile da sein. Jetzt fällt er immer noch in dicken Flocken. IMGP7123 Ein kleiner Trost – mein Oleander sieht somit wenigstens nicht mehr ganz so vertrocknet aus 😉

Gestern hatte ich noch diesen Blick:

IMGP7029 IMGP7044 IMGP7048 IMGP7099 Alles schön bunt und auch schon recht warm – zumindest in der Sonne. Leider konnte man erahnen, dass es anders kommt.

IMGP7094 Über die Alpen schob sich etwas herüber… na ja, heute dann wieder Winter. Geh ich eben Rodeln 😀

Wo sind denn nun die Eier???

Und wer bringt sie? Und da stellt sich mir doch auch die Frage, sind die Bio oder aus Bodenhaltung? Ich hoffe doch sehr, dass Kollege Osterhase peinlich genau darauf achtet und sich über die Medien auf dem Laufenden hält.

Beim Einkauf – schon fast eine Qual, weil einige wohl denken, dass es nach Ostern nichts mehr zu kaufen gibt – war es nett von der Firma Lindt einen Stand zum Verkosten mitten auf meinem Weg zu postieren. Natürlich habe ich Verkostet 😉 Wüßte allerdings nicht, dass Trüffel so viel Alkohol enthält. Hat aber trotzdem geschmeckt. Innerlich lachen musste ich, als eine Frau sich gleich mehrere Eier einpackte, um ihre Kinder zu beschenken. Sie hat vermutlich unter Verkosten etwas missverstanden. Tja, so unterschiedlich gehen die Leute an die Sache.

Bei den bereits gekochten und gefärbten Eiern habe ich immer eine ziemliche Abneigung. Liegt es daran, dass es mir einfach zuwieder ist, wenn man nicht einmal mehr selbst die Eier bunt macht? Oder liegt es daran, dass ich keine harten Eier mag? Aber es müssen ja Leute diese Eier kaufen oder etwa nicht? Was macht man dann damit? Vielleicht im Laden verstecken und sich krumm lachen, wenn Kinder sie finden?

Wenn ich gerade nach draußen schaue, dann hoffe ich auf Wetterbesserung, denn seit früh regnet es ordentlich. Da werden doch die Hasen nass! Also an die Kollegen da oben: Wasser aus!!!

IMGP1295 ein echter Hase – kein Kaninchen

IMGP1488 gestresstes Hängeohr – sicher bereits zum Eier legen verpflichtet 😉

Ich wünsche Allen erst einmal ein schönes und möglichst auch trockenes Ostern!