wieder einmal Brasilien – Teil 12

Obwohl ich gerade nicht so viel Zeit mit Blogschreibereien verbringe(n möchte), will ich doch noch ein wenig den Brasilienteil fortsetzen.

Als riesiges Land hat Brasilien natürlich auch ganz andere Dimensionen bei diversen Dingen. Der Horizont ist weiter weg, die Flächen gehen oft bis an ihn heran oder wenige Meter davor 😉 Man stelle sich ein Feld vor, was da beginnt, wo man gerade steht und man schaut und schaut und es geht immer noch weiter. Und alles nur eine Frucht. Und nachdem es abgeerntet wurde, dauert es nicht lange, dann kommt die gleiche Frucht wieder aufs Feld. Wie der Boden und die gesamte Landschaft dann beschaffen ist, könnt ihr euch sicher vorstellen. Ziemlich ausgelaugt ODER man arbeitet mit “Aufputschmitteln” – ich habe viele bekannte Namen auf den Schildern am Feldrand gelesen – werde sie aber aus bestimmten Gründen nicht zitieren.

Trotz allem ist es schon beeindruckend, wenn man diese Weite erlebt. Zuckerrohr, Mais, Soja und noch so einiges. Man kann stundenlang am Rand entlang fahren. Irgendwann kommen dann Weiden – ehemals Urwald, aber nach ein paar wenigen Generationen ist es nur ziemlich dünn bewachsenes Grasland, kaum mal ein Baum, ab und an Baumgerippe. Die weidenden Rinder waren auch noch nicht so die Augenweide, denn die Trockenzeit hat Spuren hinterlassen. Eben noch nichts richtig auf den Rippen.

Dann erlebt man aber auch anderes. Plötzlich stehen mitten im Sojafeld Nandus. Mampfen friedlich vor sich hin und schauen immer nur, dass sie nicht gestört werden. Durch die weite Fläche haben sie es einfach, denn wer kann sich so schon unbemerkt anschleichen? Ich weiß auch nicht, wer ihre natürlichen Feinde sind – außer der Mensch natürlich. Sie sind schnell, haben sehr kräftige Füße mir starken Krallen. Und der Schnabel ist auch nicht ohne. Und obwohl man auf der anderen Seite ist, erinnert es ein wenig an Australien mit den Emus oder Afrika mit seinen Straußen.

IMGP4149 IMGP4188 Einfahrt zu einer RanchIMGP4226 alles ein wenig größer, auch die Lkw für Ernte und anderes

IMGP3620 IMGP3646 Soja, Soja, Soja…IMGP3663 und da sind sie!IMGP4008 IMGP4005 IMGP4033 IMGP4057 jetzt hat er mich entdeckt 😉

11 Kommentare zu “wieder einmal Brasilien – Teil 12

  1. Sven sagt:

    Moin Jürgen,
    „Obwohl ich gerade nicht so viel Zeit mit Blogschreibereien verbringe(n möchte)“ – ha ha, du schaffst jedenfalls zurzeit mehr als ich 😉

    Hasst du mal daran gedacht, oder es vllt. sogar gemacht, deine Brasilienerelbnisse in einem Buch zusammen zu fassen, z.B. als Fotobuch über CEWE, ist garnicht mal so teuer und etwas schönes für immer und ewig für die Nachwelt?

    So, nun erstmal viele Grüße von der See an die See, ich „muss“ nun deine letzten Artikel lesen 😛

    • lokielie sagt:

      Aber natürlich …ist ein kleines Buch in Vorbereitung. So kann ich im Umfeld immer ein wenig protzen 😉 Nein, es macht einfach Spass, wenn ich damit noch einmal alles ein wenig Revue passieren lassen kann. Aber fürs Buch brauch ich dann wieder etwas mehr Zeit – mache ich eigentlich nach jeder größeren Reise. Man hat ja (leider) nicht so viele davon. Und als Diashow will ich es noch auf CD brennen, damit meine Leute hier im Haus auch mal etwas davon abbekommen … habe ich ihnen versprochen. 😀

  2. Ronald sagt:

    Hallo Jürgen, mir ist nicht bekannt wo Du Dein Brasilien Wissen
    her geholt hast !Wenn ich das lese ,erlich wird mir schlecht !
    Hier werden nicht mehr Chemnie in der Landwirtschaft verwendet , wie in Deutschland und niemels pflanzt ein Landwirt zweimal das gleiche
    auf’s gleiche Feld ! Eine Copie von Dir !Und alles nur eine Frucht. Und nachdem es abgeerntet wurde, dauert es nicht lange, dann kommt die gleiche Frucht wieder aufs Feld. Wie der Boden und die gesamte Landschaft dann beschaffen ist, könnt ihr euch sicher vorstellen. Ziemlich ausgelaugt ODER man arbeitet mit “Aufputschmitteln”
    Frage mich , wo Du das in Deinen Urlaub erfahren hast !

    • lokielie sagt:

      Harry du fragst nach dem Ursprung dieses Wissens – ganz einfach, man unterhält sich dort mit den Menschen, die es anbauen. Zum anderen konnte man es auf den Schildern lesen, was angebaut und wie es behandelt wurde – dazu habe ich es mir einfach fotografiert und anschließend übersetzen lassen 😉 Dass dort immer wieder das gleiche Produkt angebaut wird – siehe dazu Getreidespeicher, Arbeitsgeräte, Flächenverteilung und dortige Werbung. Du siehst, ich habe mich vorher schlau gemacht und falle nicht auf irgendwelche oberflächliche Rederei herein.
      Aber ich habe nichts dagegen, wenn du mich fragst, wo ich mein Wissen her habe. Dir muss daher nicht schlecht werden 😉

      • Ronald sagt:

        Du Hast Dich . mit Einheimische Bauer unterhalten ?
        Egal was Du übersetzt hast ,kannst Die Uhr nach stellen wo Soja gestanden hat , steht nächstes Jahr Milio oder Tabak Und Die Rinder haben keine Trockenzeit überlebt , sondern sind Jungtiere!
        usw. von 2 Besuchen kennt mann nicht Brasilien
        und mit der Sprache ist so etwas ,.hättest mal mit Emy reden sollen . die kommt vom Lande und die Eltern haben auf den Serras ihr ganzes Leben mit
        Landwirtschaft verbracht .G Harry

      • lokielie sagt:

        Immer wieder schade, dass du so frustig bist und andere Meinungen nicht akzeptieren kannst. Aber es gibt nun mal noch mehr Menschen in Brasilien, die sich vielleicht sogar etwas besser auskennen als du. Aber wenn es dir nicht passt, was ich schreibe, dann mach es doch bei mir so, wie du es mit allen anderen gemacht hast, die nicht deiner Meinung sind – ignorieren oder sperren. Ich kann damit gut leben.

      • Ronald sagt:

        Sicher wird es leute in Brasilien geben ,die sich noch besser auskennen als ich , Doch mein Wissen sind
        Realitäten von Kindheit an,denn mein Vater besass hier 3Kolonien und hat mir genug beigebracht . Un meine vielen Reisen sind nicht ohne und mein Portugisisch nicht schlecht. Es geht nur darum auf der einen Seite schreibst Du den Leuten nicht das letzte Mal in Brasilien gewesen zu sein und auf der anderen Seite machst Du das Land schlecht
        Bedauerlich.

      • Ronald sagt:

        Ach ja noch eines ,es ist eine Unterstellung von Dir , andere aus Meinungs Gründen gelöscht zu haben .
        Richtig gestellt , weil Sie zu faul waren und sich nur auf meine kosten zu amüsieren .

  3. Franzi Schneider sagt:

    Jürgen du weißt doch, bei Harry zählt nur eine Meinung, nämlich SEINE. Das war schon immer so und wird sich auch nie ändern. Ein Klugscheißer halt 😉 Ich finde deine Berichte sehr schööön geschrieben, man erfährt viel über Land und Leute und sie werden zusätzlich mit tollen Fotos untermalt. Weiter so! 🙂

  4. Franzi Schneider sagt:

    Kleiner Nachtrag: Ich finde nicht, dass Jürgen das Land Brasilien schlecht gemacht hat … er hat Tatsachen benannt.
    PS: selbst im Paradies ist nicht alles in Ordnung.

    • lokielie sagt:

      Ich wäre auch nicht ich, wenn ich alles rosarot und unreal darstelle. Schlecht machen ist für mich auch etwas anderes, wenn ich z.Bsp. Gutes verschweige und nur auf Negatives hinweise, dann. Wäre alles so ok, wie es ist, dann wüchse dort Urwald, wo er war und die Felder und Weiden wären nicht so extrem groß und…soweit ich weiß, hat die Regierung Brasiliens auch Gesetze, gegen die verstoßen wird. Somit siehe oben…es ist nicht alles rosarot, sonst braucht man weder Gesetz noch Polizei 😉 Aber genug davon, irgendwann kommt der nächste Bericht.

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