Brasilien – Teil 10

Heute – wie fast immer vor dem Wochenende – wieder einen Teilbereich aus Brasiliens Tierwelt. Neben den Affen, die wir immer wieder niedlich finden, gibt es in Brasilien auch Bären. Keine Teddybären, sondern die Nasenbären. Sie sind wirklich echte Bären aus der Familie der Kleinbären und dementsprechend auch nicht so riesig groß, eben richtig…kuschelig. Aber es bleiben richtige Bären und es sind Wildtiere. Das sollte man immer beachten, wenn man ihnen begegnet. Eigentlich könnte man für sie auch noch eine Unterart festlegen, z.B. Bettler 😉 Immer dort, wo sich viele Menschen aufhalten (sprich viele Touristen) sind auch sie anzutreffen und versuchen etwas leckeres zu bekommen. Das klappt ja auch fast immer. Sie sind eben so niedlich. Aber nicht umsonst wird es immer wieder verboten, sie zu füttern und man sollte auch beachten…sie sind bekannte Überträger der Tollwut!

Aber ich will nicht pädagogisieren, sondern lieber ein paar Fotos bringen. Einige sind allerdings von einer vorherigen Reise nach Brasilien.

DSCF9586 können diese Augen lügen?

DSCF9577 mal sehen, ob es woanders jemanden gibt, der mich füttert…der hier fotografiert ja nur

IMGP3339 ich bin klein, die Stufe hoch, aber ich schaff es…garantiert!

IMGP3044 und mit ihm verabschiede ich mich ins Wochenende. Mal sehen, was ich mir als nächstes Thema vorknöpfe. Vielleicht mal wieder etwas hiesiges, denn am Wochenende wird es hier überall brennzlig … die Funken werden abgebrannt. Da werde ich sicher wieder versuchen ein paar Bilder zu schießen.

Brasilien – Teil 9

Nachdem sich hier das närrische Treiben dem Ende nähert, widme ich mich dann mal wieder ein wenig dem Thema Brasilien. Heute soll es wieder ein paar Tierfotos geben. Brasilien als riesiges Land, mit mehreren Klimazonen, unterschiedlichster Vegetation und verschiedenen Bevölkerungsgruppen hat natürlich so einiges davon zu bieten. Hunderte und tausende Vertreter der einzelnen Unterarten, buntes und scheinbar einfarbiges. Niedliches 😉 und unangenehmes (z.B. die Dengue Mücke!), von allem etwas. Leider gehört zu dem sehr unangenehmen auch oft der Mensch. Wilderer, die nichts anderes zu tun haben, als sich aus der Natur zu bedienen, ohne Folgen zu beachten. Eigentlich nehmen sie sich ja die eigene Grundlage. Wenn zum Beispiel ein schöner bunter oder seltener Ara gefangen wird, dann wird es hart. So ein Ara ist ein Vogel, der sich nur in seinem Schwarm, also mit anderen Vögeln, wohl fühlt. Er wird viele Jahre alt – nun kommt er in ein Haus und darf auf einer Stange sitzen, um sich bewundern zu lassen. Irgendwann wird er vielleicht langweilig, lästig…der Besitzer wechselt, geht auf Reisen usw. Haben die vorher nicht daran gedacht? Ich bin keiner dieser militanten “Ökos”, aber ich mag die Natur im Ursprung. Wenn ich auf die Jagd gehe, dann reicht mir die Fotoausrüstung. Und als Beute ein schönes Foto an der Wand, im Netz oder als Buch.

Jetzt also die versprochenen Fotos – heute mal eben die Papageien…

IMGP3077 es sind zwei! – Beim gegenseitigen Putzen erwischtIMGP3080

IMGP3149 wunderschön! Und neugierig…IMGP3150

 

IMGP3223 der seltene blaue Ara – leider sehr oft gefangen und vom Aussterben bedroht

IMGP3248 Neugier! Was guckst du?!

IMGP3259 Ach bin ich schööön!

 

IMGP3267 noch schnell schick machen

Närrisches Treiben aller Orten

Heute geht es langsam den Höhepunkten entgegen – Weiberfasnacht, Gumpiger und was es noch so an Bezeichnungen gibt. Ich bin ja sowieso nur begleitendes Element und fast nie mittendrin. Jedem nach seinem… usw. 😉

Doch bin ich jedes Jahr bei irgendwelchen Umzügen dabei und schieße meine Fotos. Ein wenig bekommt man als Zugereister auch von den Ursprüngen, Hintergründen und Gepflogenheiten mit.

Nach außen sieht es immer sehr locker und lustig aus – aber hinter den Kulissen ist ein gut organisiertes Wesen aktiv. Die Hästräger (frei übersetzt “Kostümtragenden”) in Umzug haben ihre genauen Vorschriften, dass sie z.Bsp. eine bestimmte Anzahl an Umzügen absolvieren müssen. Ihre Häs müssen entsprechend behandelt und dürfen nicht ge- oder vertauscht werden usw. Vieles ist eigentlich logisch, sind diese Häs doch fast immer Unikate, handgefertigt und somit auch ganz schön teuer.

Dann sollte man sich als Zuschauer die entsprechenden Rufe der einzelnen Gruppen möglichst schnell einprägen, sonst… könnte man “Ärger” bekommen. 😉 Schnell wird man dann seine Schuhe geöffnet bekommen, oder man bekommt eine nette “Kriegsbemalung verpasst, oder wird ausgefüllt mit Papierschnipseln…dich ich dann noch viel später aus irgendwelchen Teilen der Jacke herausfinde. Damit man aber nicht zu sehr “leidet”, bekommt man mit der Eintrittsplakette einen Ablaufplan. Da sind dann neben den Gruppen auch die entsprechenden Rufe dabei. Manche sind sehr einfach und kurz, andere in Mundart und recht umständlich. Ich spare sie mir heute, hatte sie mal in einem älteren Blog.

Heute gibt es wieder ein paar Häs zu sehen…

IMGP6067 langsam fertig werden!IMGP6069 aufpassen wer unter den Masken ist 😉 …es könnte auch ein Mann sein, der HEXE ist

IMGP6071 und das bei minus 15 Grad!IMGP6150 IMGP6089 Schlümpfe oder die Blue Men Group?

IMGP6093 IMGP6105 IMGP6110 IMGP6131 IMGP6114 IMGP6136natürlich dürfen die Musikgruppen nicht fehlen!!! Oder heißen die alle Guggenmusiker?IMGP6213 IMGP6145ein wenig Politik muss sein!IMGP6177 IMGP6181 IMGP6182

und dann wieder Masken,. Masken, Masken… IMGP6161IMGP6189IMGP6259 IMGP6198 IMGP6231IMGP6263 IMGP6266IMGP6271 IMGP6277

Brasilien – Teil 8

Heute geht es zu einem der Weltnaturwunder, zu den Wasserfällen im Südwesten des Bundesstaates Paraná – Foz do Iguaçu. Der Name ist eine Kombination aus dem indianischen Iguaçu („Großes Wasser“) und dem portugiesischen foz („Mündung“), also „Mündung des großen Wassers“. Diese Wasserfälle sind auch ein sehr internationaler Bereich, nicht nur wegen der vielen Touristen, die sie bestaunen, sondern auch wegen der Lage an sich. Hier grenzen Brasilien, Paraguay und Argentinien aneinander. Wer es mag (und braucht) kann also, wenn er dort ist auch mal schnell auf die anderen Seiten – nach Paraguay, um billig(st) shoppen zu gehen – massig Billigkram und Schmugglerparadies für elektronisches “Spielzeug” und CD/ DVD (das Thema Raubkopien fange ich lieber jetzt nicht an 😉 Ich habe da auch schon Zollrazzien im Hinterland erleben dürfen. Nette Sache!) Oder man sieht sich die Wasserfälle von Argentinien aus an. “Expertenmeinungen” geben der brasilianischen Seite aber bei weitem den Vorzug, da man da den schöneren und besten Blick habe. Ich kenne selbst nur diesen und das nun schon zum 2. Male. Und ich werde sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein, denn es ist ein gewaltiger Anblick. Im “Hinterland” befindet sich ein riesiger Nationalpark, den ich mir zum Beispiel noch nicht ansehen konnte. IMGP3276

Aber weiter zu den Wasserfällen. Man kann sie im allgemeinen nicht direkt erreichen, sondern steigt um in sehr komfortable Busse und lässt sich damit an verschiedene Stellen bringen. IMGP3461 Besucher, welche schlecht zu Fuß sind oder nur mal schnell einen Blick werfen wollen, können sich direkt an den Hauptwasserfall bringen lassen. Wer es aber so richtig genießen möchte, der steigt gleich am Anfang aus. Dann hat man ca. 1,5km sehr gut ausgebauten Fußweg neben den vielen einfließenden Wasserfällen vor sich. Immer wieder mit Besichtigungsplattformen zum verweilen oder … für Gruppenfotos. 😀

Auf den Wegen halte ich immer die Augen offen, denn man ist ja in Brasilien und kann so manches am Wegesrand entdecken, wo andere einfach nur vorbei laufen.

IMGP3287 IMGP3279 er hatte zwar schon seinen Schwanz verloren, aber so richtig Angst hatte er nicht – jaja, die Neugier!

IMGP3389 er hatte dagegen noch alles beisammen

Schmetterlinge – die verschiedensten, aber leider immer sehr weit weg

IMGP3305 IMGP3301 IMGP3393

Und Spinnen in verschiedenen Farben gab es auch überallIMGP3299 IMGP3338 die Nasenbären waren sogar ganz in Familie da und begleiteten mich ein großes Stück des Weges – mit ihren Jungen dieses Mal.

Jetzt endlich ein paar Blicke auf die Wasserfälle

IMGP3330 IMGP3342 eine dieser Plattformen – im Hintergrund ein riesiges Hotel

IMGP3362 IMGP3363 IMGP3366 in mehreren Etagen donnert das Wasser herunter und erzeugt dabei einen Nebel – zum Teil erfrischend bei diesen Temperaturen, aber auch hinderlich, wenn Kamera und Linse immer geschützt werden müssenIMGP3386 IMGP3387 dieses Mal bin ich dann doch auch auf der Plattformen gegangen. Klitschnass konnte ich dann in den Teufelsschlund (Garganta do Diabo) sehen und diesen Anblick genießen.

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Weiter ging es dann zum Hauptwasserfall. Der ist eigentlich sehr schlecht zu beschreiben. Man steht an einer Wasserwand und das Wasser donnert direkt über, neben oder vor einem herunter. Man hat von dort einen Blick auf den Fluss, wie er sich bereit macht teilweise bis zu 10.000 Kubikmeter pro Sekunde stufenweise herabzuschicken.

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IMGP3457 hier ist der Beginn – und kaum zu erahnen, was folgt…

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Leider geht es dann doch immer irgendwann zurück. Leicht gedrängelt,…weil man erwartet wurde.

Zum Schluss noch, wen es interessiert – man “muss” natürlich seinen Eintritt und die Busfahrt bezahlen. Als Brasilianer einen lächerlichen Betrag (Rentner sogar noch weniger), als Ausländer (je nach Wechselkurs) ca. 15 Euro. Aber für das, was man erlebt, ist es nicht der Rede wert. Denn die Anlagen – Wege, Aussichtsturm usw. wollen doch auch erhalten werden. Brasilianer bezahlen übrigens (fast) immer weniger, als Ausländer. Grund – sie sollen ihre eigenen Werte und ihr Land kennenlernen (wollen). Ich finde das gut.

Nur angedeutet, was ich nicht berichtet habe – man kann hier mit dem Boot und Hubschrauber Besichtigungen unternehmen. Das Wasserkraftwerk und und und. Aber ein Blog soll nicht langweilen 😉

Brasilien – Teil 7

Ich werde nun im 7. Teil beim tierischen bleiben und deshalb kommen heute die Zweibeiner an die Reihe – nein, nicht die Menschen! Die Vögel!

Ich sage es aber gleich, es wird wieder nur ein klitzekleiner Ausschnitt. Alles zu bringen sprengt den Rahmen des Blogs und würde sicher ermüdend wirken.

Noch von meinem ersten Brasilienbesuch kannte ich ja bereits die Kanarienvögel – ganz muntere Kerlchen und oft anzutreffen. Fast so, wie hier die Spatzen.

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Was dies für eine Art war, weiß ich nicht, aber sie ließen es sich schmecken. Immer wieder holten sie sich Früchte von den Palmen. Kam Konkurrenz, dann wurden sie auch schon einmal sehr laut.IMGP4707

Auch sehr laut, aber fast immer nur im Überflug, waren diese Papageien. Immer wieder hörte man sie, dann sah man sie kurz in Schwärmen über einem und weg waren sie auch schon wieder. Aber mit ein wenig Glück und Dank ihrer Müdigkeit, erwischte ich sie dann doch noch.

 IMGP4743 wer ist hier neugieriger?!IMGP3798 Doch noch viel schöner und vor allem bunter waren deren Verwandte, die Aras…

Um sie zu sehen besuchte ich einen Papageienfelsen. Dieser allein war schon sehr beeindruckend. Wie in eine riesige Schüssel schaute man hinein. Am Rand, in den Spalten, sind die Jungvögel und warten auf die Rückkehr der Eltern … sie sind dabei ganz still. Im Gegensatz zu den Eltern, wenn diese abends einfliegen. Den Anblick kann man nicht beschreiben, denn es ist wie ein fliegender Regenbogen, wenn diese “Farbenspiele” auftauchen. Leider kann ich nur mit Fotos aufwarten, die diese Pracht nicht einmal andeuten können.

IMGP3785 der Felsen

IMGP3784 IMGP3774 das dann verhundertfacht!

IMGP3787er wartetIMGP3757 Jungvögel warten auf die Rückkehr der Eltern

IMGP3767 langsam anpirschend

 IMGP3984 erwischt!

In der ganzen Zeit, in welcher ich auf die Aras wartete, saß keine 3 Meter entfernt ein anderer Vogel und ließ sich überhaupt nicht stören…

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Und als es dann wieder zurück ging, erblickte ich den nächsten…

IMGP3805 ein Tukan

IMGP3771 und da noch einer! Die Unterarten sind sehr gut zu unterscheiden, denn nicht nur das Gefieder, auch die Schnäbel haben eine ganz eigene Zeichnung. Aber die Tukane kommen in einem späteren Block auch noch einmal 😉

Brasilien – Teil 6

Hier ist es gerade ganz schön kalt – na ja, es ist eben Winter. Trotz allem musste ich heute schmunzeln, als ich die Schlagzeile in der Zeitung las: Sibirische Kälte hat Deutschland im Griff! Das ist aber auch etwas sehr seltenes, dass wir im Winter Frost haben 😉 Na ja, die Erzeuger solcher Überschriften müssen sich doch auch irgendwie in den Mittelpunkt rücken, wenn es schon nichts besonderes zu berichten gibt … Ist doch auch gaaaar nichts los in der Welt!

Bei mir gibt es heute einfach ein wenig Tierisches. Brasilien hat nicht nur Fläche, sondern auch viel Lebensraum. Ach nee! Und da es sich über so einige Kilometer und damit Klimazonen hinweg erstreckt, kann man sich denken, dass Pflanzen und Tiere in einer ganz schön gewaltigen Vielfalt vorhanden sind. Ich bemühe mich immer wieder so viel wie möglich davon mitzubekommen. Durch die Fotografie bekommt man da auch einen etwas anderen Blick – man schaut genauer hin! Andere sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht…oder adaptiert, sehen im Zoo nur die Gitter.

Böse Zungen behaupten, dass (einige) Brasilianer alles essen, was 4 Beine hat und … nicht schnell genug ist. Ich habe davon eigentlich nichts mitbekommen…mit einer kleinen Ausnahme…

 IMGP4108 was es hier im Restaurant gibt, ist eigentlich auch ohne Sprachkenntnis zu erkennen

Ich habe mir die Tiere lieber real und nicht auf dem Teller angesehen.

IMGP3919 ein Capivara (Wasserschwein) – ich war erstaunt, wie groß es ist. Hatte es mir doch viel kleiner vorgestellt und nun stand da so ein riesiges Ding im Wald herum.

IMGP4072 keine Ahnung, wie es heißt, aber auch diese Hirschkuh kam mir vor die Linse. Irgendwie beeindruckend waren ihre Augen. Groß und ganz lange Wimpern

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Unterwegs an beiden Seiten der Straße konnte man rote Hügel sehen – Termiten!

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IMGP3735und hier hat einer etwas praktisches daraus gebaut – eine Kochstelle aus einem Termitenhügel. Und wo es Termiten gibt, da findet man – mit etwas Glück!!! – auch den Tamanduá-bandeira, den Großen AmeisenbärenIMGP3997 er sieht irgendwie sehr seltsam aus. Der Kopf ist so dünn und lang, diese lange Zunge und dann diese kräftigen Krallen zum öffnen der Termitenhügel.IMGP4011 Respekt sollte man schon haben, wenn er kommt.

Diesen hat man aber eigentlich nie, wenn man die Nasenbären sieht. Man findet sie häufig und (leider) meist in der Nähe von z.B. Raststellen oder an touristischen Punkten, denn es sind kleine Bettler.

IMGP3791 Hier war eine Nasenbärenfamilie versammelt, um zu trinken. Wildhüter haben einen Baumstamm ausgehöhlt und als Tränke in den Bäumen befestigt. Über die Nasenbären (es sind wirklich BÄREN, wenn auch aus der Familie der Kleinbären) werde ich später noch einmal berichten.

Wer auch sehr wichtig ist und nicht zu den Säugern gehört, das sind die Urubus (Rabengeier). Sie sind eine Art Gesundheitspolizei. Oft sieht man sie am Himmel kreisen und nach überfahrenen oder verendeten Tieren Ausschau halten. Sitzen sie dann mal am Wegesrand auf ihrem Aussichts”turm”, dann fühlt man sich ein klitzekleinwenig wie im Wilden Westen. Fehlt nur noch die Mundharmonikamusik aus dem Kinofilm.

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Und mit diesem Foto möchte ich den heutigen Teil beenden.